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Warum leckt mich meine Katze ab?

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Katzen putzen sich täglich mehrere Stunden und machen auch vor Menschen nicht Halt. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Das Leben beginnt mit Abgeleckt werden

Es gehört zu den ersten Sinneseindrücken, die ein frisch geborenes Katzenbaby erfährt: Liebevoll leckt die Katzenmama es von oben bis unten ab, säubert es mit Hingabe und sorgt dafür, dass die Atmung des Kitten animiert wird. In den nächsten Wochen übernimmt sie für ihren kompletten Wurf die Fellpflege, was tägliches Ablecken, Zuwendung und Genuss für die Kleinen bedeutet. Für sie signalisiert dies, dass sich jemand um sie kümmert und alles in Ordnung ist. Das verinnerlichen sie und vergessen es ein Leben lang nicht mehr.

Warum lecken sich Katzen ab

Manche Katzen sind täglich 3 Stunden mit Putzen beschäftigt. Hauptsächlich lecken sie ihr eigenes Fell mit der Zunge ab, bisweilen kommt aber auch eine andere Katze oder der Mensch in den Genuss. Sowohl bei ihnen selbst als auch bei anderen Tieren geht es dabei nicht immer um die Fellpflege. Zwar nimmt diese einen großen Stellenwert ein, aber gegenseitiges Ablecken kann auch einfach nur eine Form der Zuneigung bedeuten. Dadurch werden eventuelle Spannungen abgebaut und die soziale Bindung gestärkt.

Das Fell speichert Informationen

Neben Fellpflege und sozialem Zusammenhalt geht es beim gegenseitigen Ablecken vor allem darum, wie der andere riecht. Bei zwei Wohnungskatzen gibt es im Allgemeinen keine großen Überraschungen, denn sie riechen bzw. schmecken mehr oder weniger immer sehr ähnlich. Bei Freilaufkatzen ist dies anders: Wir haben häufig kein Wissen, wo sie sich den ganzen Tag herumtreiben. Für Freigängerkatzen kann das gegenseitige Ablecken einiges an Informationen bereithalten. Im Fell bleiben feine Geruchspartikel hängen, die Aufschluss darüber geben können, wo sich die Katze befunden hat. Für uns ist das nicht nachvollziehbar, für Katzen dagegen schon.

Wie riechst denn du?

Ein sehr entscheidender Faktor beim Ablecken einer anderen Katze oder des Menschen kann der Geruch des jeweils anderen sein. Draußen markieren Katzen oft ihr Revier und im Haus ist es ihnen am liebsten, wenn alles vertraut oder am besten nach ihnen riecht. Deshalb ist es für viele Katzen unerträglich, wenn sich die Nachbarskatze bei ihnen einschleicht. Sollte diese von der eigenen Katze nicht erfolgreich vertrieben werden können, solltest Du nachhelfen. Denn dies kann puren Stress für Deine Katze bedeuten. Irritiert kann Dein Stubentiger auch schon sein, wenn Du eine fremde Katze gestreichelt hast und nach Hause kommst. Sofort nimmt sie diesen fremden Geruch wahr, riecht an Dir und leckt Dich möglicherweise ab. Dadurch erhält sie Informationen. Das Ablecken hat aber noch einen anderen Grund.

Ablecken verändert den Geruch

Indem die Katze einen Menschen oder eine andere Katze intensiv ableckt, überdeckt sie damit einen bestimmten Geruch und überträgt ihren eigenen. Als notwendig erachtet eine Katze dies zum Beispiel, wenn der Geruch des Gegenübers anders als üblich ist. Das schmeckt ihr nicht, weshalb sie sich dann intensiv darum bemüht, ihren Eigengeruch zu übertragen. Dabei macht sie vor nichts Halt: Ob Hände, Füße, Arme, Gesicht oder Haare – als Katzenhalter musst du mit allem rechnen! Vielleicht liegt es an einem Geruch, den Du von draußen mitgebracht hast, vielleicht liegt es aber auch an einem Parfum, einer Seife oder einem Nahrungsmittel, welches Du in der Hand gehalten hast. Erst wenn Du wieder nach dir bzw. nach ihr riechst, ist die Welt wieder in Ordnung.

Was tun, wenn ich das Ablecken nicht mag?

Längst nicht alle Katzen lecken Frauchen oder Herrchen ab. Falls Deine Katze jedoch dazugehört, wäre es sicherlich eine gewisse Enttäuschung wenn Du ihr komplett verbietest, Dich gelegentlich abzulecken. Schließlich meint sie es nur gut mit Dir, zeigt Dir ihre Zuneigung und möchte damit sagen, dass ihr zusammengehört. Aber es ist natürlich auch verständlich, dass alles seine Grenzen hat. Gesicht und Haare gehören für viele Katzenhalter zur Tabuzone. Bedenkt man, dass sich im Katzenspeichel winzige Parasiten oder Durchfallerreger befinden können, dann ergibt es durchaus Sinn, dies zu untersagen. Auch empfiehlt es sich, die Hände zu waschen, wenn diese intensiv von der Katzenzunge beackert wurden. Möchte man an bestimmten Stellen nicht von der Katze abgeleckt werden, genügt es zumeist, sie umzusetzen. Auch das Kommando „Nein“ wird nicht nur von Hunden, sondern auch von vielen Katzen verstanden. Das liegt sicherlich weniger an dem Wort selbst, als vielmehr an der Stimmung, die man überträgt. Aber wie gesagt: denke immer daran, dass es sich beim Ablecken um etwas Positives handelt. Ein striktes Verbot könnte die Beziehung zu Deiner Katze eventuell negativ beeinträchtigen. Sei daher nicht zu streng und revanchiere Dich mit einer Streicheleinheit.

Fragen?

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